Kategorie: Wettkampf

OTB-Silvesterlauf in Osnabrück – ein gelungener Jahresabschluss

Knapp 4 Wochen nach meiner Leisten-OP stand der Jahresabschluss in Osnabrück mit meiner Frau auf der 10km Distanz an. Beim Silvesterlauf des OTB Osnabrück wollten Jessi und ich noch einen gemeinsamen Lauf genießen. Die 2-3 Läufe vor diesem Wettkampf hatten mir gezeigt: ich war schmerzfrei und wieder voll einsatzbereit. Die Startplätze und passende New Balance-T-Shirts hatten wir übrigens bei einer Facebook-Verlosung gewonnen. Vielen Dank an dieser Stelle an den Active Sportshop in Osnabrück. Hier bekommt ihr im übrigen eine super gute und nette Beratung!

Die Testläufe vorher hatten gezeigt: die 10km in 45 Minuten war durchaus ein realistisches Ziel. Meine Frau wollte mir auf den Fersen bleiben. Und so ging es mit rund 1800 anderen Laufjunkies auf die nassen Strecke, allerdings ohne Regen von oben. Ich kannte die Strecke nicht und diese bot einige Überraschungen: Steigungen, matschige Waldabschnitte und wurzelige Pfade. Obendrein war die Streckenführung teils recht schmal. Versteht mich nicht falsch: eine sehr schöne, abwechslungsreiche Strecke aber definitiv nicht für Bestzeiten gemacht.

Auf den ersten 2km war ich auf Kurs für ~43 Minuten, merkte dann aber die fehlenden km der letzten Wochen und musste dann kürzer treten. Alles in allem hatte ich schon leichtere Läufe und musste bei km 6-7 schon beißen.

Richtung Ziel wurde es dann wieder besser. Schön war der letzte km. Wer mich kennt weiß: Ich liebe den Zielsprint. Ein paar Körner bewahre ich mir zum Ende hin gerne auf, um dann im Schlussspurt noch richtig zu ballern. Und so zog ich den letzten km an. Die letzten 300m wurde dann noch zugelegt. Doch hinter mir hörte ich jemanden, während ich einige Läufer/innen einkassierte. Und so hatte ich einen klasse Endsprint mit einem mir unbekannten Läufer. Wir ballerten um die Wette (ich lief zum Schluss ~ 3min/km Schnitt) und wurde dann doch noch von ihm kassiert: Chapeau!

Abschließend kam meine Frau nur etwa ~40 Sekunden nach mir im Ziel an (44:46 zu 45:24). Die Entwicklung von ihr ist der Hammer. Es wird langsam eng für mich. Super Jessi und weiter so.

So war dann am Ende noch eine tolle Überraschung auf der Ergebnisliste: Jessi wurde bei 1800 Startern in ihrer Altersklasse Dritte! Wahnsinn! Herzlichen Glückwunsch! Bei dem gelungenen Abschluss konnten wir auf ein gelungenes Jahr 2017 anstoßen!

Spontane Teilnahme am Crosslauf Lingen

Am Sonntag, den 26.11. hatten sich meine Frau und ich spontan in Lingen zum Crosslauf angemeldet. Aufgrund der letzten Tage war natürlich von schlechten Streckenverhältnissen auszugehen. Zusätzlich hatten meine Frau und ich  am Freitag davor ausgelassen gefeiert und durchaus zu viel Alkohol getrunken.

Somit waren nicht die besten Bedingungen gegeben aber wir hatten uns entschieden: Wir starten. (Eigentlich hatte mein Frau mich überredet mit zu kommen). Es lagen bei kleinem Teilnehmerfeld (15 Damen und 31 Männer, 46 Starter) 9,3 km bei 3 Runden quer durch den Kiesberg in Lingen an. Wir hatten es tatsächlich mit einer anspruchsvollen und durchnässten Strecke mit Steigungen zu tun. Hier konnten sich meine neuen Pearl Izumi Trailschuhe richtig austoben und sie machten einen tollen Job. Was man von meiner Kondition nicht gerade sagen konnte. Am Start gab ich Gas, merkte aber zur Mitte der ersten (!) Runde, dass die Kondition an heutigen Tag nicht für ein richtiges Ballerrennen ausreicht. Somit wurde ein wenig kürzer getreten und das Rennen besser eingeteilt. Ich schloss mich einer 4-5 köpfigen Gruppe an und konnte mich kurz vor Ziel von dieser noch absetzen. Somit stand für mich im Ziel eine 43:23 auf der Uhr und für Jessi eine sehr gute 45:19. Das bedeutete für mich ein 4. Platz in meiner Altersklasse und Jessi wurde sogar Erste in ihrer AK. Herzlichen Glückwunsch!

Steinhart 666 – es war mir eine Ehre!

Am Sonntag, den 12.11.18 lag das Jahresfinale mit dem Steinhart 666-Ultralauf (56km, 666 HM, 4 Runden) in Steinfurt an. So bedeutete dies: Sonntag morgens um 06:45 Uhr aus den Federn. Und das hatte ich bislang noch nicht erlebt: Ich hatte keine Lust! Schlechtes, kaltes Wetter und allgemeine Unlust gesellten sich zusammen aber irgendwie konnte ich mich doch aufraffen und in die Laufklamotten schlüpfen.

Also gut gefrühstückt ins Auto, den Weg kannte ich noch von meinem Ultra-Debüt in 2017. Da ich bereits gemeldet war bekam ich auch zügig meine Startunterlagen und hatte noch Zeit für ein großes Stück Schokokuchen.Auf dem Weg zum Start traf man noch einige Bekannte von den Lauffreunden Emsland. Also noch schnell ein gemeinsames Foto  (siehe Galerie unten) geschossen und allen viel Spaß gewünscht.

Und so ging es auf die Strecke bei 4 Grad und leichtem Regen. Mit Manfred von den Lauffreunden EL nahm ich dann auch fast die gesamte Strecke in Angriff und die Laune und Lust stieg von km zu km. Ein Grund dafür waren mit Sicherheit die gute Unterhaltung mit Manfred und die unterschiedlichen Begegnungen mit anderen Läufern. 3 Beispiele hierfür: Ein Läufer lief die gesamte Strecke in Luna-Sandalen, ein weiterer Läufer lief 56km komplett rückwärts (und war nur ein paar Minuten langsamer als ich vorwärts!) und ein weiterer positiv Verrückter erzählte, er habe als längste Distanz als Mit-Sechziger einen Triple-Ironman (11,6km schwimmen, 540km Rad fahren und 126,6km laufen) gefinished. In 54 Stunden. Am Stück. U N F A S S B A R !! Solche Leute lernt man nur bei solchen Veranstaltungen kennen, toll!

Die Kilometer gingen gut vom Fuß, das Wetter war nicht so schlimm, wie befürchtet und so war die Entscheidung bei km 42 auch recht leicht: Wir gehen in die letzte der 4 Runden und biegen nicht vorher in den Finisherbereich ab. Die Besonderheit beim Steinhart-Lauf ist nämlich das Flex-Ticket. Bedeutet: Wenn man 56km (4 Runden) gemeldet hat, kann man nach jeder Runde entscheiden, ob man weitermacht oder mit 14, 28 oder 42 km ins Ziel geht und für die Distanz dann gewertet wird. Für Läufer, die sich an die Strecke rantasten wollen eine super Idee!

Der Lauf über die doch sehr matschige und anspruchsvolle Strecke ist aber auch aufgrund der tollen Helferinnen und Helfer am Streckenrand und den Verpflegungspunkten klasse. Selbst nach über 5 Stunden wird man noch angefeuert! Das ist bei vielen Veranstaltungen nicht selbstverständlich und daher an dieser Stelle an alle Helfer: Ganz herzlichen Dank!

Bei km 43 hatte ich dann den ersten kleinen Krampf und Manfred musste mir mit ein wenig Salz aushelfen. Bis km 48 hatte sich der Muskel wieder beruhigt, dann brauchte ich allerdings ein paar Meter Gehpause und ließ Manfred dann auch ziehen. Nach gut 300m in Marschgeschwindigkeit konnte ich allerdings das Laufen wieder aufnehmen und war dann bis km 56 auch so gut wie beschwerdefrei.

Ungefähr 600 Meter vor dem Ziel hörte ich dann hinter mir aus dem Nichts einen anderen Läufer kommen, der um einiges schneller unterwegs war als ich und wohl die grandiose Idee hatte, mich noch zu überholen. Aber nicht mit mir: ich hatte noch Reserven und lief dann auch den halben km unter 4:30iger Schnitt. Von hinten wurde mir dann auch zugerufen: „Ah, hast auch noch Körner in Reserve. Sehr schön!“ Und so konnte ich die Position noch ins Ziel verteidigen. Die Uhr stoppte dann für mich bei 5:55:19 mit dem Gesamtplatz 37 und als Dritter in meiner Altersklasse. Natürlich gab es auch wieder den obligatorischen Klinkerstein anstatt einer Medaille.

Abschließend möchte ich zum Finish meines zweiten Ultras und insgesamt meiner achten Marathondistanz dem Steinfurt 666-Lauf und allen Organisatoren zurufen: Es war mir eine Ehre!

Zu Hause angekommen gab es dann zur Belohnung ein schönes Weizen und einen großen Dönerteller. Lecker!

 

Teutolauf 2017 – nimm nicht alles bierernst

Am 21.10.17 stand der Teutolauf in Lengerich, Westfalen an. Da dieser genau 3 Wochen vor dem Steinhart-Ultralauf stattfand, war dies der optimale Trainingslauf, da bei viel weniger Kilometern (29 zu 56km) ungefähr die gleichen Höhenmeter zu absolvieren waren.

Somit morgens mit einem vernünftigen Frühstück gestärkt und am frühen Mittag aufgebrochen in das zweite Lengerich. Ich musste ja noch meine Startunterlagen abholen und alles auf „den letzten Drücker“ erledigen ist nicht so mein Ding. Auch wenn die Schlange bei der Startunterlagen-Ausgabe erst ein wenig lang erschien, ging das Prozedere dann doch zügig voran.

Noch einmal kurz zum Auto zurück, was ich etwa 500m entfernt parken konnte und alles überflüssige Zeug ab in den Kofferraum. Nun konnte es losgehen. Noch 15 Minuten bis zum Start um 13:50 Uhr. Eine Premiere feierte meine Trailweste, von der ich, das kann ich hier schon einmal verraten, 100% überzeugt bin. Ab jetzt wird oft mein Laufgürtel zu Hause bleiben und die Weste wird zum Einsatz kommen.

Der Startschuss fiel und es ging pünktlich bei nassem Untergrund aber trockenem Himmel auf die Strecke. Nach den ersten Metern fiel mir ein Läufer auf, den ich vom Hasetal-Marathon in Löningen (darüber hatte ich an dieser Stelle berichtet) wieder erkannte. Hohen Wiedererkennungswert hatte das auffällige Metall-Laufshirt und die langen Haare. Also direkt mal angesprochen und im Gespräch geblieben. Marc-Hendrik und ich einigten uns dann direkt, die 29 km zusammen zu bestreiten. Und so hatten wir viel Zeit, uns über Hobbies, Arbeit und sonstige Interessen auszutauschen. Hier zeigten sich gerade im Bereich Musikgeschmack und Arbeit einige Gemeinsamkeiten. Besonders interessant fand ich die Engagement von Marc-Hendrik für die Vereinigung „Eastfrisian Metal Association„, welches die ostfriesische Metal-Szene unterstützen und vorantreiben möchte. Hieraus ist dann auch die Eastfrisian Metal Association Running Group entstanden, die durch ihre (positiv) auffallenden Running-Shirts gut erkennbar sind.

Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und führt bergauf und bergab durch den Teutoburger Wald. Der Weg selber war natürlich durch den Regen der letzten Tage sehr aufgeweicht und so waren natürlich einige Abschnitte sehr matschig. Mir selber macht so was noch mehr Spaß als über trockene Passagen zu laufen.

Die Führung der Strecke ist super ausgeschildert, hervorstehende Wurzeln wurden jeweils mit weißer Farbe markiert. Eine ganz tolle Streckenvorbereitung von den Veranstaltern. Hierfür und auch für die tollen Verpflegungspunkte 5 Sterne von 5.

Einen Verpflegungspunkt der besonderen Art gab es dann bei ~ km 22, an dem es nicht nur die vorher schon vorhandenen Erfrischungen und Stärkungen gab, sondern an dem man „echten Stoff“ bekam, also schönes, kaltes Krombacher in der Bügel-Flasche. Dazu wurden Dominosteine, Plätzchen und Müslirigel gereicht. Herrlich! Das konnten Marc-Hendrik und ich natürlich nicht ausschlagen und so genehmigten wir uns einige Minuten für unsere Bierpause. Immer wieder hörte man (zu 100% Männer) Läufer Richtung Verpflegungsstelle laufen mit den Ausrufen „BIER, BIER“ oder „Gibt’s hier endlich das richtige Bier?“. Der Verpflegungspunkt war also für einige Läufer bereits bekannt und beliebt. Auf den nächsten Kilometern merkte man allerdings, dass alkoholische Getränke mit Kohlensäure während eines Laufes nicht die beste Sportlernahrung sind. Aber man muss ja nicht jeden Lauf „bierernst“ nehmen 🙂

Zum Ende hin wurden noch einmal die Reserven angezapft und Läufer für Läufer parat gelegt („den/die schnappen wir uns noch vor dem Ziel“). Am Ende standen dann 3:12:56 für die ~ 29 km auf der offiziellen Uhr.

Im Ziel dann angekommen, bekamen alle gemeldeten Läufer/innen als Geschenk keine Medaille (diese musste man inkl. Gravur kaufen), sondern ein Weizenglas mit entsprechendem Print.

Für mich als leidenschaftlicher Weizentrinker ein tolles Präsent. Pünktlich nach Zieleinlauf regnete es einige Minuten später kräftig. Also richtig Glück gehabt während des Laufes, bei dem es durchgängig trocken blieb.

Abschließend kann ich nur sagen: Wenn es sich irgendwie einrichten lässt, bin ich nächstes Jahr wieder am Start. Es war ein tolles Event mit schöner, anspruchsvoller Strecke, tollen Teilnehmern und einer super Organisation. Daumen hoch und nochmals Danke an die Veranstalter!

 

 

 

Münster Marathon, die verflixte Nr. 7

Am 10.09.17 lag Marathon Nr. 7 an: Der Münster-Marathon. So wurde dann schon am Abend zuvor das Equipment bereitgelegt, da ich am frühen morgen des Laufes noch anreisen und die Unterlagen holen musste.

Also wurde dann der Wecker für den 10.09. um 05:15 gestellt (genau meine Zeit für einen Sonntag), damit ich pünktlich im Auto starten konnte. Das Zeitmanagement passte schonmal: im Parkhaus meiner Wahl in Münster angekommen und pünktlich die Startunterlagen abgeholt konnte das Rennen starten. Ich hatte sogar noch Zeit ein wenig zu knipsen:

Um 09:00 Uhr wurde das Rennen mit ~2.000 Marathonis gestartet (sieht man mal von leichten Ladehemmungen beim Startschuss ab), ich fühlte mich gut und ging ohne Zeitdruck auf die Strecke. Als grobe Richtung wollte ich mich an dem 4:00-Stundenballon orientieren.

Beim Start traf ich dann noch Manfred, einen Laufbekannten von den Lauffreunden Emsland, mit dem ich dann die ersten km abspulte. Auch Tina, ebenfalls eine Lauffreundin von den Lauffreunden Emsland, gesellte sich zu unserer Runde. Und so waren wir die ersten ~25km in Gesprächen vertieft auf der Strecke unterwegs. Da war dann aber der Punkt, dass ich merkte: Heute wird es schwierig, die Kräfte schwanden, wir waren vielleicht für mich am heutigen Tag zu schnell gestartet (01:58 nach 21,1km). Es wurde immer zäher, so dass ich ab km 28 wirklich beißen musste. Dazu kam dann noch, dass ich meinen Puls nicht mehr herunter bekam. So wurde dies der erste Marathon, bei dem ich bei 2-3 km zum Ende hin ein paar Meter gehen musste.

Irgendwie habe ich dann aber die km abgerissen und war dann ab km 40 wieder besser drauf. Ich konnte die letzten km dann noch genießen und den unglaublich schönen Zieleinlauf in der Altstadt über den roten Teppich voll aufsaugen.

Am Ende stand dann netto eine 04:10:09 auf der Uhr, dies war aber für mich tatsächlich nur pro forma. Viel wichtiger für mich zu diesem Zeitpunkt: Ich hatte Hunger! Und so wurde für den Auto-Rückweg Burger King leer gekauft und danach direkt die Lengerich Kirmes unsicher gemacht mit eindeutig zu vielen Finisher-Bieren. Es gibt bestimmt für die Regeneration bessere Ideen. Aber wenige, die so lecker sind nach einem Marathon!

Löningen Marathon gefinished – und Party, Party, Party!

Am Samstag, den 24.06. um 14 Uhr, machten wir uns zu fünft auf den Weg in das nahe gelegene Löningen (Niedersachsen). Hier stand der Hasetal-Marathon an. 4 von uns hatten auch ihre Campingausrüstung dabei, denn am Abend sollte noch die After-Race-Open-Air-Party gerockt werden.

(von links nach rechts: ich, Jessi, Rianne, Heike, Mario)

Nachdem die Zelte standen und wir uns für die Rennen umgezogen hatten, ging es auch schon zum Startbereich. Heike, Rianne und Mario waren für das 10km Rennen gemeldet und starteten somit bereits um 16:15 Uhr. Das Wetter zeigte sich für eine Laufveranstaltung von der besten Seite: nicht zu heiß (~16-18 Grad), leichter Wind. Beste Voraussetzungen für ein schönes Rennen. Und so standen dann auch Jessi und ich zum Start um 17 Uhr mit Vorfreude an der Startlinie. Jessi hatte ihren ersten Halbmarathon vor sich, ich ging zum 6ten Mal auf die Marathondistanz. Ziele waren bei Jessi: minimal: ankommen, maximal: unter 2 Stunden. Ich hatte, mangels Vorbereitung und anliegender Party am Abend, mir als reales Ziel ~ 4:15 Stunden auf die Fahne geschrieben.

Und dann ging es los: In einem großen Pulk wurde die Strecke unsicher gemacht. Ich merkte unterwegs schon recht zeitig: Wenn das ein Lauf ohne große Qualen werden soll konnte ich die Pace meiner Frau nicht mitgehen. Und so verabschiedeten wir uns und ich gab meiner Frau noch eine Bitte mit auf dem Weg: Im Ziel würde ich mich sehr über ein echtes, kühles Blondes freuen.

Die erste Runde, somit die Halbmarathondistanz, näherte sich dem Ende und da ich ziemlich genau mit 2 Stunden in die zweite Runde ging war für mich schon klar: Meine Frau hatte ihren ersten Halbmarathon unter 2 Stunden gefinished (netto 01:54:55). Super Leistung Schatz! Ich bin sehr stolz auf Dich!

Bis auf einen Beinahe-Sturz (ich hatte ein wenig geträumt und bei km ~32 einen Hügel im Asphalt übersehen…) neigte sich dann auch die zweite Runde, allerdings mit wenig Zuschauern, unspektakulär dem Ende. Die letzten 2-3 km hatte ich noch eine nette Unterhaltung (hi Markus:-)) und konnte meinen Mitstreiter noch ein wenig gen Ziel ziehen.

Am Ende stand dann eine 4:06 auf dem Tacho, mit der ich vollkommen zufrieden war und bin. Es ist auch einfach mal schön, nicht die gesamte Strecke gegen die Uhr zu laufen, sondern einfach im Wohlfühltempo dahin zu gleiten.

Ich möchte natürlich nicht die Ergebnisse (brutto) von Heike (54:19), Mario (01:07:56) und Rianne (01:07:56) unterschlagen, die ebenfalls ganz toll unterwegs waren. Herzlichen Glückwunsch an euch alle!

Beim Zieleinlauf stand dann auch tatsächlich meine Frau mit frischgezapften Bierchen im Zielbereich, herrlich! Direkt in die Massageecke, wo nichts los war und erst einmal Beine durchkneten lassen. Und nach ein, zwei Bierchen im Zielbereich mit allen anderen und dann auf dem Zeltplatz mit unseren Nachbarn (freiwillige Feuerwehr, die haben immer kalte Getränke :-)) noch einige Bier-Kaltschorlen später wurde es dann auch Zeit sich zu duschen und die Party zu rocken!

Und das taten wir (Heike, Jessi, Mario und ich, Rianne musste leider nach Hause), es wurde viel getanzt, gegessen, getrunken und gelacht. Highlights:

  • Spontane Selbsteinladung bei den Eltern von Thomas (45 Jahre), der gerade mit 2 Pizzen auf dem Weg zum Elternhaus in der Nähe war. Zur Info: Thomas (leicht angeschlagen) hatten wir gerade erst beim Pizzamann kennengelernt. Und so nahm uns Thomas mit zu seinen Eltern (Annemarie und Manfred: Ganz herzlichen Dank ! ), wo wir unsere Getränkewünsche voll ausleben durften: Für Heike gab es Schnaps-Cola, Jessi bekam die bestellte Weißwein-Schorle und Mario und ich tranken das gereichte Pils. Im Wintergarten saßen wir dann gemütlich bei Kerzenschein zusammen mit unseren neuen Freunden, schauten uns das Feuerwerk an und philosophierten über die plattdeutsche Sprache. Ein toller Abstecher!
  • Auf dem Open-Air direkt vor der Bühne auf der Tanzfläche wurde zu späterer Stunde spontan durch uns das Rudern zu „Aloha Heja He“ von Joachim Reichel auf dem Boden vorgemacht (ein Klassiker auf Emsland-Feten) und ein Großteil auf dem Platz machte gleich mit, so dass mehrere Fregatten auf dem Boden zum Rudern lagen.
  • Heike und Mario übten sich, auch direkt auf der Tanzfläche, im Schatten- und Schaukampf-Boxtraining
  • nach dem letzten Lied ging es zurück zum Zelt, allerdings war da (kurz vor 4?) noch nicht ans Schlafen zu denken. Somit: Rüber zu unseren Feuerwehr-Nachbarn und dort weiterzaubern. Die Kojen der eigenen Zelte wurden erst gegen halb 6 / 6 zum Anbruch des Tages bezogen

Alles in Allem war das wirklich eine super Veranstaltung, wo der Spaß eindeutig im Vordergrund stand. Mit unseren Feuerwehr-Zeltnachbarn haben wir uns übrigens im nächsten Jahr wieder verabredet zum Zelten. Horrido!

(23.04.17) Hamburg gefinished – und wie!

Hier reiche ich meinen kurzen Bericht vom Hamburg Marathon nach. Am Samstag, den 22.04. ging es direkt nach dem Einchecken im Hotel in Hamburg auf die Messe, auf der wir unserer Startunterlagen abholten. Wir sind in diesem Fall unsere Staffel (dazu gehörte u. a. auch meine Frau) und ich. Insgesamt waren wir gut vertreten von unserem Sportverein. Als Teilnehmer waren 3 Staffeln und ich als Einzelstarter in Hamburg zugegen. Nach der Abholung wurde natürlich die Messe noch begutachtet und jeder Stand besucht.

Am Abend trafen wir uns dann mit allen Mitreisenden zum gemeinsamen Abendessen in der „rheinischen Republik“ (Essen war wirklich gut!), so dass wir mit ~20 Personen zusammen aßen. Das war eine tolle Einstimmung auf das bevorstehende Rennen. Hier konnte auch noch einmal die bevorstehende Wette durchgesprochen werden. Die 3 Staffeln und ich als „Einzelgruppe“ traten gegeneinander an. Die 2 langsamsten Gruppen geben gemeinsam für alle 4 Gruppen einen Grillabend mit Getränken aus. Nach netten Gesprächen ging es dann für alle in die Hotelzimmer, um am morgen fit für den Start zu sein.

Sonntag morgen: Erst einmal der Check bezüglich des Wetters: Regenwahrscheinlichkeit ~60%. Na ja, egal, passendes Outfit angezogen, gefrühstückt und auf gings zum Startbereich. Erst einmal wurde der Kleiderbeutel an dem entsprechenden Stand abgegeben, danach noch einmal mit allen getroffen und die Renntaktik mit dem einen oder anderen besprochen. Und: Los geht’s!

Direkt im Startblock stand für mich fest: Der 3:45 Ballon musste es für mich heute sein, wie auch geplant. Obwohl die Vorbereitung leicht beeinträchtigt wurde durch meine Knochenhautentzündung am rechten Unterschenkel fühlte ich mich fit und locker. Der Startschuss fiel und es ging über die Ziellinie. Bis dahin war es trocken und es kam beim vorherigen Warten im Block bis zum Start sogar die Sonne heraus. Pünktlich zum Start aber regnete es wie aus Kübeln und es gesellte sich noch Hagel dazu. Somit war man ab km 5 komplett naß, ebenso beide Schuhe. Das konnten ja noch lustige 3,5 Std. werden…

Was soll ich sagen: Der Regen verschwand, man wurde wieder warm und locker. Die Beine funktionierten und das bekannt tolle Publikum in Hamburg peitschte einen nach vorne. Ich entschloss mich, den 3:45iger Ballon auf Schritt und Tritt zu folgen. Es muss bei km 20 gewesen sein, als ich mir vornahm: Überhole den Ballon! Ab da ging das Rennen los und der wiederholte Blick nach hinten: Wo ist der 3:45iger Ballon? Ich mache es kurz: Der Ballon blieb auf Distanz und bis auf einen frühen Hänger bei ~28 lief es sehr gut. Ich konnte meine persönliche Bestzeit verbessern auf netto 3:41:51 und sprengte damit mein festgelegtes Ziel für 2017 bereits im ersten Rennen. Ich war so glücklich im Ziel, eine Verbesserung der Zeit zu Hamburg 2016 von ~14 Minuten! Das Finisherbier (ich habe immer mind. eine Dose „echtes“ Pils im Wäscehbeutel) schmeckte unfassbar gut und es sollte nicht das Letzte gewesen sein an dem Tage…. 🙂

Ich konnte alle Staffeln hinter mir lassen und hatte somit auch unsere gemeinsame Wette gewonnen. Beste Staffel wurde im übrigen die, bei der meine Frau mit lief. Auch sie konnte sich im Vergleich zu 2016 steigern. Super Jessi!

Osterlauf in Bawinkel-Familie Köbbe räumt ab

Heute stand der Osterlauf in Bawinkel an. Eine Veranstaltung, die nun zum 30ten Mal ausgetragen wurde. Mein Sohn ging zum ersten Mal auf die 1100m-Kinderstrecke. Meine Frau und ich hatten uns für die 10km-Strecke gemeldet. Meine Aufgabe am heutigen Tag stand fest: Ich war der Pacemaker meiner Frau mit dem Mindestziel, die 55:00 auf 10 zu erreichen.

Zuerst aber war unser Sohn (6 Jahre) in der Alterklasse U8 dran. Und was soll ich als stolzer Papa sagen: Er wurde Altersklassen-Erster! WOW! Das hatten meine Frau und ich erst mitbekommen, als wir die 10km hinter uns hatten.

Auch das 10km-Rennen lief gut, ich machte den Weg frei für meine Frau und spielte auch Windschatten auf dem sehr windigen Kurs.

So konnte ich sie ziehen, Jessi stellte eine neue persönliche Bestzeit auf und sicherte sich somit in ihrer Altersklasse den 2. Platz. Herzlichen Glückwunsch!

Ein toller Lauftag wurde danach noch mit einem gemeinsamen Grillabend mit Freunden abgeschlossen, von denen viele ebenfalls auf der 5 und 10km-Strecke unterwegs waren. Schöne Grüße an dieser Stelle an die Zauberkrusten!

Auftakt des EL-Cups 2017

Heute stand der Auftakt des EL-Cups 2017 in Papenburg für mich und meine Frau an. Wir fuhren mit konkreten Zielen nach Papenburg: Meine Frau wollte gerne ihre Bestzeit auf unter 55 min auf 10km verbessern. Ich hatte vor, die 10km auf unter 44:30 zu senken.

Zuerst waren wir über die Teilnehmerzahlen positiv überrascht: Um die 500 Teilnehmer bei den 5km und genauso viele Meldungen auf der 10km-Distanz. Toppi!

Im Getümmel traf man so manchen Laufbekannten, sei es von den Lauffreunden Emsland, dem eigenen Lauftreff in Lengerich (Ems) oder aber Strava-Bekanntschaften. Sehr nett.

Dann ging es zum Start, nachdem ich mich mit meiner Frau eingelaufen (inkl. Lauf-ABC) hatte. Das Kribbeln beim ersten Rennen der Saison ist immer ein wenig größer als im Verlauf. Nun denn, kurz gesagt: Es war warm. Laut Anzeige unterwegs bei einer Volksbank: 24 Grad! Puh! So gingen auch die Becher Wasser an den Verpflegungsstellen nicht nur in den Magen sondern auch über den Kopf. Den ersten km bin ich sehr optimistisch mit 3:56min angegangen. Das durfte ich dann bei km 4 und 5 ausbaden, wo ich merklich das Tempo verlangsamen musste, um wieder den Puls und den Kreislauf passend zu bekommen. So war denn auch die 44:30 Schallmauer gefühlt in weite Ferne gerückt. Zum Ende lief es aber wieder flüssig, so dass ich mit einer für mich respektablen 44:34 reinkam.

Allerdings schoss heute meine Frau den Vogel ab: Sie pulverisierte ihre Bestzeit über 10km auf 53:42. Chapeau Jessi! Ich hatte Gänsehaut, als ich Dich ums Eck fegen sah und die Uhr im Blick hatte: G L Ü C K W U N S CH !

Tatkräftig an der Strecke unterstützt wurden wir von unseren Kids und Schwiegereltern, die während des Rennens auf unsere Kids aufpassten. Danke!

Alles in allem ein toller Auftakt mit guter Stimmung, live Musik an der Strecke und, wie immer, top Organisation. So kann gerne jede Saison starten.