Kategorie: Wettkampf

Monschau Marathon (Nr. 11) – eine Region lebt Laufsport

Das vergangene Wochenende wurde ganz dem Laufsport gewidmet. Nachdem am Freitag Abend in Spelle der Sommernachtslauf (meine Frau Jessi startete auf 10km und wurde AK-Erste, ich startete für den EL-Cup auf 5km und wurde AK Dritter) bestritten wurde, ging es am Samstag morgen direkt los zu dritt (Tina, Christian und ich), um Monschau lauftechnisch unsicher zu machen. Mein kleiner Twingo wurde bepackt und die Zelt- und Laufausrüstung für 2 tolle Tage eingeladen.

Nach gut 300 km entspannter Anreise erreichten wir den Sportplatz in Konzen bei Monschau, der für das Zelten freigegeben war und somit auch die nötigen Sanitäranlagen bot. Schnell die Zelte aufgebaut und dann ab zur Anmeldung.

Wir hatten auf dem Hinweg spontan überlegt, auch schon den Minimarathon am Samstag (4,2 km) als Warmup mitzumachen. Zum Beine lockern nach dem Baller-5er vom Vortag eine gute Idee und die Teilnahme war für Marathon- und Ultraläufer in der Startgebühr enthalten.

Auf der 4,2 km Strecke bekam man schon einen Einblick, was die Strecke am Sonntag zu bieten haben würde. Unterwegs hatten wir schon den ersten netten Kontakt zu einer „Einheimischen :-)“, Christine, die, wie sich rausstellte, als Pacemakerin für Sonntag (3:59) an den Start ging. Man entdeckte im Gespräch viele Gemeinsamkeiten und Läuferziele für dieses Jahr.

Der kleine Lauf ließ die Vorfreude auf den ganzen Marathon noch einmal steigen. Im Anschluss dann schnell die Startunterlagen abgeholt.

Schon da war klar: Hier steht ein ganzes Dorf Kopf für dieses Event. Bei Teilnehmerzahlen unterhalb von 1000 Startern (beim Marathon waren ~400 Starter an der Linie, beim Ultra waren etwa 200 Läufer/innen dabei) konnte man sehen: Es wurde ein Riesenaufwand für die Sportler und Zuschauer betrieben, um ein einmaliges Laufspektakel bieten zu können. Etwa 400 Helferinnen und Helfer hatte das 9-köpfige Orga-Team begeistern können bei der Veranstaltung zu unterstützen. Ich bin schon bei einigen Läufen am Start gewesen aber eine Orga in der Größenordnung für einen relativ kleinen Lauf habe ich noch nicht gesehen.

Daher: Vielen Dank an jede/n Helfer/in, der hier unterstützt hat so ein tolles Laufevent auf die Beine zu stellen. Herausragend!

Abends dann zu einem tollen Italiener (La Grappa Pizzeria) in Konzen. Geheimtipp! Superlecker und die nette Bedienung ist schon alleine einen Besuch wert. Gegen 22 Uhr waren wir dann auch schon in den Zelten verschwunden, da Sonntag morgens bereits um 6 Uhr der Wecker klingen sollte.

Nach einer kühlen Nacht kamen wir dann pünktlich aus den Federn und machten uns fertig für den Race-Day. Nach einem ausgedehnten Frühstück auf dem Zeltplatz ging es dann zu Fuß zum einige Hundert Meter entfernten Start, wo sich langsam das Startfeld füllte. Zum Startzeitpunkt waren die Ultraläufer schon fast 2 Stunden unterwegs.

Der Startschuss fiel und ich merkte direkt auf den ersten Kilometern: das Tempo, welches meine beiden Lauffreunde gingen, wollte ich an diesem Tag nicht mitlaufen. Ich wollte genüsslich inkl. Fotopausen den Lauf genießen. Im Übrigen hatte ich im Vorfeld lediglich einen flachen 35iger zwischen diesem und dem letzten Marathon im Mai erledigt. Da waren Tina und Christian besser vorbereitet. Auf dem Hinweg am gestrigen Samstag hatten wir uns dazu bereits abgesprochen und jeder sollte so laufen, wie er es für richtig hielt.

Es war tatsächlich ein Genusslauf! Eine wunderschöne Strecke (siehe Bilder am Ende des Artikels) mit mehr als ausreichend vorhandenen Verpflegungsstellen und einem vielseitigen Angebot (mir wurde bereits bei km 11 eine Bratwurst und ein frisches Bier angeboten :-)) machten diesen Marathon für mich von allen 11 bislang gefinishten Marathon- und Ultrarennen zu etwas ganz Besonderem. Es gab ganz viele tolle Gespräche in den etwa 4:45, die ich unterwegs war. 2 Unterhaltungen sind mir besonders in Erinnerung geblieben: Ein älterer Herr, der mit dem Monschau Ultra seinen 700sten (!!) Ultra/Marathon ein paar Tage vor seinem 70sten Geburtstag finishen wollte (und dies auch tat) und den 20-jährigen Robert (Robi), der aus dem Ort kam und seinen ersten Marathon in Angriff nahm. An jeder Ecke standen Ortsansässige und feuerten Robert an. Herzlichen Glückwunsch Robi, Du hast das Ding super gerockt (siehe Bild), danke für die nette Begleitung!

Die Steigungen waren wirklich nicht von schlechten Eltern, da merkt man das fehlende Höhentraining. Allerdings hatte ich mir das Rennen gut eingeteilt und konnte die zweite Hälfte schneller als die Erste laufen, auch die letzten 10km konnte ich noch einen Ticken schneller werden und es laufen lassen. Kein Gequäle auf den letzten Kilometern, so macht das Spaß! Tina und Christian, meine Lauffreunde, kamen in ziemlich genau 4 Stunden ins Ziel, chapeau eine bomben Leistung! Tina wurde damit Dritte in ihrer Altersklasse. Herzlichen Glückwunsch Tina!

Im Ziel dann übliche Fachgespräche mit Christine (sie hat ihre Rolle als Pacemakerin übrigens perfekt erfüllt und kam knapp unter 4 Stunden ins Ziel, suuuuuper Leistung Christine!), Robert und einigen anderen, ab unter die Dusche und die Zelte ins Auto gepackt. Danach hatten wir noch ein paar gemütliche Momente auf dem Eventplatz inklusive leckerem Essen und einigen Kaltgetränken.

Meine Zusammenfassung: 6 von 5 Sternen für dieses Wochenende und Monschau. Nächstes Jahr bin ich wieder da und werde dann die Ultrastrecke mit hoffentlich genauso vielen Genuss-Momenten unter die Füße nehmen. Danke an das Orgateam und allen Helfern! Keep on running!

Lingener Citylauf (27.05.18) – Jessi & Jörg auf dem Treppchen

Am Sonntag, den 27.05. lag der Lingener Citylauf an. Da sowohl meine Frau als auch ich beim EL-Cup mitmachen, ging somit für uns die (kurze) Reise nach Lingen. Und auch an diesem Tag herrschten wieder hochsommerliche Temperaturen. Mein Ziel sollte eigentlich an diesem Tage heißen: Sub20 Versuch auf 5km, allerdings bezweifelte ich dies bei den hohen Temperaturen. Versuch macht kluch :-).

Und so startete ich das Rennen sehr engagiert mit einer 3:47 auf dem ersten km. Allerdings merkte ich hier schon, dass es notwendig war, das Tempo rauszunehmen, da es einfach viel zu heiß war. Am Ende stand eine neue PB auf der Uhr: 20:04. Trotzdem war ich ein kleines wenig enttäuscht, denn mit 1 Sekunde pro km schneller wäre die 20 gefallen. Egal. Gesamt 15ter bei über 400 Startern ist schon wirklich gut, in der Altersklasse M40 wurde ich Erster und nahm stolz den Pokal entgegen. Sub 20 wird dieses Jahr noch gerockt!

Meine Frau war wieder auf der 10km Distanz unterwegs. Sie hatte auf der Strecke Kreislaufprobleme mit Schwindel und Übelkeit, rettete sich aber noch mit einer super Zeit ins Ziel: 49:01. Damit wurde sie Dritte ihrer Altersklasse und gesamt 16te Frau. Daumen hoch!

Ich war übrigens über die Firma Rosen als Firmenläufer gemeldet und wir als Rosen-Verbund stellten mit knapp 50 Läufer/-rinnen die größte Firmen-Laufgruppe. Mit einigen sehr starken Läufern wurden wir dann auch auf der 10km Distanz Betriebssportmeister Männer und im Team Mixed. Spitze!

In der Wartezeit vor und nach dem Rennen traf man wieder viele bekannte Gesichter. Darunter auch Marc-Hendrik Freund, den man als Lauffreund auf diversen Veranstaltungen antrifft. Als Läufer der Eastfrisian Metal Association Running Group startete er gleich auf beiden Distanzen: 5 und 10km hintereinander. Chapeau bei dem Wetter Marc-Hendrik!

Gutenberg Marathon (Nr. 10) – ein tolles Wochenende bei sommerlichen Temperaturen

Leicht verspätet hier mein Bericht vom 10. Marathon meiner Läuferkarriere. Am Freitg, den 04.05. machten wir uns nachmittags mit dem Wohnmobil auf den Weg nach Mainz, um den Gutenberg-Marathon unter die Füße zu nehmen. Meine Frau war für den Halben und ich für den Ganzen gemeldet. Den Startplatz hatte ich über die Erdinger-Alkoholfrei-Teammitgliedschaft erhalten. Danke dafür!

Nach einer staulastigen Anreise erreichten wir abends den mitten in Mainz gelegenen Wohnmobil-Stellplatz. Bis zum Mainzer Stadion sind es nur etwa 200m. Der Stellplatz hatte alles, was man brauchte (Strom, Abwasser- und Chemieklo-Entsorgung) sowie einen sehr aufmerksamen Platzwart mit tollen Tipps für Mainz. Wir tranken noch ein Schlummerbier, um dann fit für den Samstag zu sein.

Am Samstag gingen wir dann in die Altstadt, holten unsere Startunterlagen und genossen das „Mainzer Marktfrühstück“, ein wunderschöner Wochenmarkt, der auch diverse Winzerstände bot. Es war Volksfest-Atmosphäre. Eine tolle Empfehlung vom Platzwart und jeder, der an einem Samstag in Mainz ist: Der Besuch lohnt sich. Bei hochsommerlichen Temperaturen machten wir es uns dann in einem Cafe gemütlich, welches direkt gegenüber vom schönen Dom lag. So konnte man es sich gut gehen lassen. Zurück mit dem Bus fingen wir noch am Wohnmobil die letzten Sonnenstrahlen bei einem Bierchen auf und gingen pünktlich ins Bett.

Sonntags morgen dann schnell fertig gemacht und mit dem Bus (die Haltestelle war nur 50m entfernt) zum Startbereich. Die Temperaturen sollten bis zu 27 Grad betragen bei wolkenlosem Himmel. Ui! Also stand die Taktik: schön vorsichtig beginnen und alle Getränkestationen mitnehmen. Bestzeiten waren für mich nicht geplant, sondern es galt die Strecke zu genießen. Ich redete auch meiner Frau noch einmal ins Gewissen, genug unterwegs zu trinken. Sie startete mit großen Ambitionen: Die 1:45er Marke sollte auf der Halbmarathon-Strecke geknackt werden.

Zum Rennen kurz und knapp: Die Marathonstrecke war ein 2 Rundenkurs, wobei die 2 Runden nicht identisch waren. Der erste Teil (Halbmarathon) war von der Stimmung super. Die Mainzer wissen, wie man feiert und anfeuert! Auch die Organisation war vom Feinsten: alle 4km (!) war ein Versorgungspunkt. Da können sich einige Veranstalter einiges von abschauen. Viele verschiedene Bands trugen die Läufer nach vorne. Nach 1,5 Stunden war die Hitze auf dem Höhepunkt angekommen. Alle hatten stark mit den Temperaturen zu kämpfen. Das Gemeine: Das Start-Ticket ist ein Flexi-Ticket: man kann auch nach dem Halben ins Ziel laufen und wird dann über 21,1km gewertet. Ebenso kann man den Halben auf die volle Distanz während des Laufes erweitern. Und so sind dann einige Marathonis schon nach der ersten Runde ins Ziel gelaufen. Um die 90% waren auf HM unterwegs, die restlichen kämpften sich weiter durch die Hitze. Es waren ab jetzt wesentlich weniger Zuschauer an der Strecke aber der Lauf mit dem abwechslungsreichen Profil (es ging auch über den Rhein nach Hessen rüber) war trotzdem schön. Eine nette Randnotiz: Aufgrund der hohen Temperaturen entschied ich mich, kurz vor km 30 Salz zu mir zu nehmen. Problem: Ich hatte kein Salz mit. Somit hielt ich kurzerhand bei einer älteren Dame, die augenscheinlich direkt vor ihrem Haus und einem Versorgungspunkt stand. Ich fragte nach Salz und sie holte eine 1kg Packung aus der Küche, um mir daraus einen Teelöffel Salz zum puren Genuß zu geben. Mit ordentlich Wasser nachgespühlt ging es einigermaßen runter… Da ich das Rennen seehr passiv angegangen war, konnte ich ab km 36 noch einige Körner nachlegen und das Rennen zum Schluss teils unter 5min/km zu Ende laufen.

Glücklich im Ziel traf ich meine Frau, die wieder ein Spitzenrennen gelaufen war: Sie zerstörte ihre alte Bestzeit und setzte die Marke auf 1:42:58, W A H N S I N N  !! Sie ist mir nun nah auf den Fersen. Somit steht für mich mein nächstes Ziel fest: In Löningen werde ich auf HM antreten und versuchen, unter 1:40 zu laufen. Meine Zeit betrug im Übrigen 4:13, was mit der Hitze und meinem Trainingsstand in Ordnung war.

 

Marathon Nr. 9 – HAJ Hannover Marathon gefinished

Am letzten Wochenende war wieder Marathon-Time! Der erste Lange lag für mich im Jahr 2018 an. Meine Frau war auch dabei und wollte die Halbmarathon-Distanz rocken und last but not least begleitete uns eine Staffelabordnung (Ulrike Kottmann, Birgit Öing, Juliane Schomaker, Mario Steinke) auf dem Weg nach Hannover am Samstag. Nach einer etwas umständlichen Anreise (ich sage nur „Schienenersatzverkehr“…) konnten wir das zentral gelegene Hotel „Loccumer Hof“ in Hannover beziehen. Im Anschluss hatten wir uns zu Fuß zur Marathonmesse begeben, um unsere Startunterlagen zu holen und über die Messe zu spazieren. Das Ganze bei bestem Wetter.

Am Abend lag noch ein gemeinsames Abendessen (es gab Burger) und ein Schlummerbier in der Hotelbar an.

Sonntag, der 8. April, war dann der große Raceday. Auch an diesem Tag ging es nach einem guten Frühstück zu Fuß zum Startbereich bei sommerlichem Wetter. Es konnte los gehen! 09:00. Startschuss für die Marathon-Einzelstarter. Ich sortiere mich zwischen den 3:45- und den 4:00-Pacemakern ein.

Aufgrund des tollen Wetters waren viele Zuschauer an der Strecke. Das ließ die ersten Kilometer wie im Fluge vergehen. Bei km 3 lernte ich dann Jochen kennen. Wir waren mit einer ähnlichen Pace unterwegs und konnten somit bis ungefähr km 30, in netten Gesprächen vertieft, zusammen die Strecke meistern. Ab da merkte ich allerdings, dass ich nun ein wenig mit den Kräften haushalten musste und so verabredeten wir, die letzten Kilometer getrennt und voll fokussiert auf das Ziel das Rennen zu beenden. Schöne Grüße Jochen, war sehr nett mit Dir zu plaudern! Bestimmt sieht man sich noch einmal bei einem anderen Rennen!

Die letzten 2 Kilometer waren tatsächlich eine Qual für mich, da die Temperaturen immer weiter stiegen. Glücklich im Ziel angekommen traf ich dann zufällig auch direkt meine Frau Jessi. Was ein schöner Zufall. Die Ergebnisse unserer Staffel, von Jessi und auch meins waren für alle sehr zufriedenstellend.

Die 42,195km wurden von der Staffel (Ulrike Kottmann, Birgit Öing, Juliane Schomaker, Mario Steinke) in tollen 4:20 und von mir als Einzelstarter (3:58) erfolgreich gefinished. Auf der Halbmarathon-Distanz finishte Jessica die 21,1km in fantastischen 1:46. Allen Finishern: Herzlichen Glückwunsch!

Im Anschluss wurden noch einige Finisherbierchen geschlabbert und wir fuhren bestens gelaunt per Zug nach Hause! Es hat wieder viel Spaß gemacht in der Konstellation ein Sportwochenende zu verbringen. Das wird auf jeden Fall wiederholt.

Aber: Nach dem Marathon ist vor dem Marathon: In 4 Wochen geht es für meine Frau (Halbmarathon) und mich (Marathon) nach Mainz, da ich den Startplatz über das Team Erdinger Alkoholfrei gewonnen hatte. Auf geht’s!

31. Osterlauf in Bawinkel – Familie Köbbe räumt ab

Heute wurde in der Nachbargemeinde Bawinkel der 31. Osterlauf ausgerichtet. Wir, als Familie Köbbe, waren gut vertreteten: Am Start waren meine Frau Jessi, Ben (7) und ich. Jessi und ich starteten auf 5km (nächste Woche ist Hannover Marathon), Ben auf 1100m (Schülerlauf).

Kurz und knapp: Bei bestem Wetter ging zuerst Ben auf die Strecke und konnte in der AK U8 den ersten Platz vom Vorjahr verteidigen in einer unglaublichen Zeit: 1100m in 3:42. WOW!

Jessi und ich starteten danach auf 5km und hatten ebenfalls gute Beine. Jessi wurde mit 22:01 Gesamt-Zweite bei den Frauen (Erste in ihrer AK) und ich konnte in 20:34 den siebten Gesamtplatz des Rennens sichern und AK-Erster werden. Somit ging Familie Köbbe bei drei Startern mit 3 Pokalen nach Hause. Das werden wir so schnell nicht toppen können…

Noch 2 Sätze zu unserem Sportverein SV Lengerich-Handrup: Wir waren wirklich gut vertreten. Hier mein Bericht für den Sportverein: Bericht SVL – Osterlauf

Nächste Woche liegt schon der Hannover Marathon an, wo Jessi auf der halben und ich auf der vollen Distanz auf die Strecke gehen werde. Ich werde berichten.

Erst einmal allen schöne Osterfeiertage und bis die Tage!

Kleiner (verspäteter) Bericht über den Glashauslauf in Emsbüren

Am 18.02. (ja, ist schon ein wenig her ;-)) brachen meine Frau und ich auf, um am 3. Glashauslauf in Emsbüren teilzunehmen. Das besondere an diesem Lauf: Der Lauf findet komplett in riesigen Gewächshäusern statt, wobei man während einer Runde (beim 10km Lauf sind es eine kleine und vier große Runden) verschiedene Klimazonen durchquert; von kalt bis zu subtropischen Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeiten.

Meine Frau und ich starteten auf der 10km Distanz. Da es am Freitag zuvor feuchtfröhlich zuging entschied ich mich dazu für meine Frau Pacemaker zu spielen. Und so zog ich meine Frau und das Rennen lief gut: Wir kamen mit 47:16 ins Ziel was für meine Frau den ersten Platz in ihrer Alterklasse bedeutete und einen super 5ten Gesamtplatz bei den Frauen (Gesamtstarter ~300) bedeutete. Herzlichen Glückwunsch Jessi!

Von unserem Sportverein SV Lengerich-Handrup waren wir gut vertreten (siehe Fotos) und auch nach dem Lauf traf man einige Bekannte, wie bspw. Marc-Hendrik (von der „Eastfrisian Metal Association Running Group“ Link ), der beim letzten Teutolauf 2017 ein Lauffreund wurde. Marc-Hendrik: Bis zum nächsten Lauf!

EL-Cup Anmeldung 2018 ab jetzt möglich

Seit ein paar Minuten ist die Anmeldung für den EL-Cup 2018 (5 oder 10km) möglich. Meine Frau und ich sind schon gemeldet (Startnummer 3 und 4 😎). Ich starte, wie geplant, über die 5km, Jessi über 10km. So können die Kids mit, einer läuft, der andere hat die Kids. Die Starts der verschiedenen Läufe sind ja meist versetzt.

OTB-Silvesterlauf in Osnabrück – ein gelungener Jahresabschluss

Knapp 4 Wochen nach meiner Leisten-OP stand der Jahresabschluss in Osnabrück mit meiner Frau auf der 10km Distanz an. Beim Silvesterlauf des OTB Osnabrück wollten Jessi und ich noch einen gemeinsamen Lauf genießen. Die 2-3 Läufe vor diesem Wettkampf hatten mir gezeigt: ich war schmerzfrei und wieder voll einsatzbereit. Die Startplätze und passende New Balance-T-Shirts hatten wir übrigens bei einer Facebook-Verlosung gewonnen. Vielen Dank an dieser Stelle an den Active Sportshop in Osnabrück. Hier bekommt ihr im übrigen eine super gute und nette Beratung!

Die Testläufe vorher hatten gezeigt: die 10km in 45 Minuten war durchaus ein realistisches Ziel. Meine Frau wollte mir auf den Fersen bleiben. Und so ging es mit rund 1800 anderen Laufjunkies auf die nassen Strecke, allerdings ohne Regen von oben. Ich kannte die Strecke nicht und diese bot einige Überraschungen: Steigungen, matschige Waldabschnitte und wurzelige Pfade. Obendrein war die Streckenführung teils recht schmal. Versteht mich nicht falsch: eine sehr schöne, abwechslungsreiche Strecke aber definitiv nicht für Bestzeiten gemacht.

Auf den ersten 2km war ich auf Kurs für ~43 Minuten, merkte dann aber die fehlenden km der letzten Wochen und musste dann kürzer treten. Alles in allem hatte ich schon leichtere Läufe und musste bei km 6-7 schon beißen.

Richtung Ziel wurde es dann wieder besser. Schön war der letzte km. Wer mich kennt weiß: Ich liebe den Zielsprint. Ein paar Körner bewahre ich mir zum Ende hin gerne auf, um dann im Schlussspurt noch richtig zu ballern. Und so zog ich den letzten km an. Die letzten 300m wurde dann noch zugelegt. Doch hinter mir hörte ich jemanden, während ich einige Läufer/innen einkassierte. Und so hatte ich einen klasse Endsprint mit einem mir unbekannten Läufer. Wir ballerten um die Wette (ich lief zum Schluss ~ 3min/km Schnitt) und wurde dann doch noch von ihm kassiert: Chapeau!

Abschließend kam meine Frau nur etwa ~40 Sekunden nach mir im Ziel an (44:46 zu 45:24). Die Entwicklung von ihr ist der Hammer. Es wird langsam eng für mich. Super Jessi und weiter so.

So war dann am Ende noch eine tolle Überraschung auf der Ergebnisliste: Jessi wurde bei 1800 Startern in ihrer Altersklasse Dritte! Wahnsinn! Herzlichen Glückwunsch! Bei dem gelungenen Abschluss konnten wir auf ein gelungenes Jahr 2017 anstoßen!

Spontane Teilnahme am Crosslauf Lingen

Am Sonntag, den 26.11. hatten sich meine Frau und ich spontan in Lingen zum Crosslauf angemeldet. Aufgrund der letzten Tage war natürlich von schlechten Streckenverhältnissen auszugehen. Zusätzlich hatten meine Frau und ich  am Freitag davor ausgelassen gefeiert und durchaus zu viel Alkohol getrunken.

Somit waren nicht die besten Bedingungen gegeben aber wir hatten uns entschieden: Wir starten. (Eigentlich hatte mein Frau mich überredet mit zu kommen). Es lagen bei kleinem Teilnehmerfeld (15 Damen und 31 Männer, 46 Starter) 9,3 km bei 3 Runden quer durch den Kiesberg in Lingen an. Wir hatten es tatsächlich mit einer anspruchsvollen und durchnässten Strecke mit Steigungen zu tun. Hier konnten sich meine neuen Pearl Izumi Trailschuhe richtig austoben und sie machten einen tollen Job. Was man von meiner Kondition nicht gerade sagen konnte. Am Start gab ich Gas, merkte aber zur Mitte der ersten (!) Runde, dass die Kondition an heutigen Tag nicht für ein richtiges Ballerrennen ausreicht. Somit wurde ein wenig kürzer getreten und das Rennen besser eingeteilt. Ich schloss mich einer 4-5 köpfigen Gruppe an und konnte mich kurz vor Ziel von dieser noch absetzen. Somit stand für mich im Ziel eine 43:23 auf der Uhr und für Jessi eine sehr gute 45:19. Das bedeutete für mich ein 4. Platz in meiner Altersklasse und Jessi wurde sogar Erste in ihrer AK. Herzlichen Glückwunsch!

Steinhart 666 – es war mir eine Ehre!

Am Sonntag, den 12.11.18 lag das Jahresfinale mit dem Steinhart 666-Ultralauf (56km, 666 HM, 4 Runden) in Steinfurt an. So bedeutete dies: Sonntag morgens um 06:45 Uhr aus den Federn. Und das hatte ich bislang noch nicht erlebt: Ich hatte keine Lust! Schlechtes, kaltes Wetter und allgemeine Unlust gesellten sich zusammen aber irgendwie konnte ich mich doch aufraffen und in die Laufklamotten schlüpfen.

Also gut gefrühstückt ins Auto, den Weg kannte ich noch von meinem Ultra-Debüt in 2017. Da ich bereits gemeldet war bekam ich auch zügig meine Startunterlagen und hatte noch Zeit für ein großes Stück Schokokuchen.Auf dem Weg zum Start traf man noch einige Bekannte von den Lauffreunden Emsland. Also noch schnell ein gemeinsames Foto  (siehe Galerie unten) geschossen und allen viel Spaß gewünscht.

Und so ging es auf die Strecke bei 4 Grad und leichtem Regen. Mit Manfred von den Lauffreunden EL nahm ich dann auch fast die gesamte Strecke in Angriff und die Laune und Lust stieg von km zu km. Ein Grund dafür waren mit Sicherheit die gute Unterhaltung mit Manfred und die unterschiedlichen Begegnungen mit anderen Läufern. 3 Beispiele hierfür: Ein Läufer lief die gesamte Strecke in Luna-Sandalen, ein weiterer Läufer lief 56km komplett rückwärts (und war nur ein paar Minuten langsamer als ich vorwärts!) und ein weiterer positiv Verrückter erzählte, er habe als längste Distanz als Mit-Sechziger einen Triple-Ironman (11,6km schwimmen, 540km Rad fahren und 126,6km laufen) gefinished. In 54 Stunden. Am Stück. U N F A S S B A R !! Solche Leute lernt man nur bei solchen Veranstaltungen kennen, toll!

Die Kilometer gingen gut vom Fuß, das Wetter war nicht so schlimm, wie befürchtet und so war die Entscheidung bei km 42 auch recht leicht: Wir gehen in die letzte der 4 Runden und biegen nicht vorher in den Finisherbereich ab. Die Besonderheit beim Steinhart-Lauf ist nämlich das Flex-Ticket. Bedeutet: Wenn man 56km (4 Runden) gemeldet hat, kann man nach jeder Runde entscheiden, ob man weitermacht oder mit 14, 28 oder 42 km ins Ziel geht und für die Distanz dann gewertet wird. Für Läufer, die sich an die Strecke rantasten wollen eine super Idee!

Der Lauf über die doch sehr matschige und anspruchsvolle Strecke ist aber auch aufgrund der tollen Helferinnen und Helfer am Streckenrand und den Verpflegungspunkten klasse. Selbst nach über 5 Stunden wird man noch angefeuert! Das ist bei vielen Veranstaltungen nicht selbstverständlich und daher an dieser Stelle an alle Helfer: Ganz herzlichen Dank!

Bei km 43 hatte ich dann den ersten kleinen Krampf und Manfred musste mir mit ein wenig Salz aushelfen. Bis km 48 hatte sich der Muskel wieder beruhigt, dann brauchte ich allerdings ein paar Meter Gehpause und ließ Manfred dann auch ziehen. Nach gut 300m in Marschgeschwindigkeit konnte ich allerdings das Laufen wieder aufnehmen und war dann bis km 56 auch so gut wie beschwerdefrei.

Ungefähr 600 Meter vor dem Ziel hörte ich dann hinter mir aus dem Nichts einen anderen Läufer kommen, der um einiges schneller unterwegs war als ich und wohl die grandiose Idee hatte, mich noch zu überholen. Aber nicht mit mir: ich hatte noch Reserven und lief dann auch den halben km unter 4:30iger Schnitt. Von hinten wurde mir dann auch zugerufen: „Ah, hast auch noch Körner in Reserve. Sehr schön!“ Und so konnte ich die Position noch ins Ziel verteidigen. Die Uhr stoppte dann für mich bei 5:55:19 mit dem Gesamtplatz 37 und als Dritter in meiner Altersklasse. Natürlich gab es auch wieder den obligatorischen Klinkerstein anstatt einer Medaille.

Abschließend möchte ich zum Finish meines zweiten Ultras und insgesamt meiner achten Marathondistanz dem Steinfurt 666-Lauf und allen Organisatoren zurufen: Es war mir eine Ehre!

Zu Hause angekommen gab es dann zur Belohnung ein schönes Weizen und einen großen Dönerteller. Lecker!