Gutenberg Marathon (Nr. 10) – ein tolles Wochenende bei sommerlichen Temperaturen

Leicht verspätet hier mein Bericht vom 10. Marathon meiner Läuferkarriere. Am Freitg, den 04.05. machten wir uns nachmittags mit dem Wohnmobil auf den Weg nach Mainz, um den Gutenberg-Marathon unter die Füße zu nehmen. Meine Frau war für den Halben und ich für den Ganzen gemeldet. Den Startplatz hatte ich über die Erdinger-Alkoholfrei-Teammitgliedschaft erhalten. Danke dafür!

Nach einer staulastigen Anreise erreichten wir abends den mitten in Mainz gelegenen Wohnmobil-Stellplatz. Bis zum Mainzer Stadion sind es nur etwa 200m. Der Stellplatz hatte alles, was man brauchte (Strom, Abwasser- und Chemieklo-Entsorgung) sowie einen sehr aufmerksamen Platzwart mit tollen Tipps für Mainz. Wir tranken noch ein Schlummerbier, um dann fit für den Samstag zu sein.

Am Samstag gingen wir dann in die Altstadt, holten unsere Startunterlagen und genossen das „Mainzer Marktfrühstück“, ein wunderschöner Wochenmarkt, der auch diverse Winzerstände bot. Es war Volksfest-Atmosphäre. Eine tolle Empfehlung vom Platzwart und jeder, der an einem Samstag in Mainz ist: Der Besuch lohnt sich. Bei hochsommerlichen Temperaturen machten wir es uns dann in einem Cafe gemütlich, welches direkt gegenüber vom schönen Dom lag. So konnte man es sich gut gehen lassen. Zurück mit dem Bus fingen wir noch am Wohnmobil die letzten Sonnenstrahlen bei einem Bierchen auf und gingen pünktlich ins Bett.

Sonntags morgen dann schnell fertig gemacht und mit dem Bus (die Haltestelle war nur 50m entfernt) zum Startbereich. Die Temperaturen sollten bis zu 27 Grad betragen bei wolkenlosem Himmel. Ui! Also stand die Taktik: schön vorsichtig beginnen und alle Getränkestationen mitnehmen. Bestzeiten waren für mich nicht geplant, sondern es galt die Strecke zu genießen. Ich redete auch meiner Frau noch einmal ins Gewissen, genug unterwegs zu trinken. Sie startete mit großen Ambitionen: Die 1:45er Marke sollte auf der Halbmarathon-Strecke geknackt werden.

Zum Rennen kurz und knapp: Die Marathonstrecke war ein 2 Rundenkurs, wobei die 2 Runden nicht identisch waren. Der erste Teil (Halbmarathon) war von der Stimmung super. Die Mainzer wissen, wie man feiert und anfeuert! Auch die Organisation war vom Feinsten: alle 4km (!) war ein Versorgungspunkt. Da können sich einige Veranstalter einiges von abschauen. Viele verschiedene Bands trugen die Läufer nach vorne. Nach 1,5 Stunden war die Hitze auf dem Höhepunkt angekommen. Alle hatten stark mit den Temperaturen zu kämpfen. Das Gemeine: Das Start-Ticket ist ein Flexi-Ticket: man kann auch nach dem Halben ins Ziel laufen und wird dann über 21,1km gewertet. Ebenso kann man den Halben auf die volle Distanz während des Laufes erweitern. Und so sind dann einige Marathonis schon nach der ersten Runde ins Ziel gelaufen. Um die 90% waren auf HM unterwegs, die restlichen kämpften sich weiter durch die Hitze. Es waren ab jetzt wesentlich weniger Zuschauer an der Strecke aber der Lauf mit dem abwechslungsreichen Profil (es ging auch über den Rhein nach Hessen rüber) war trotzdem schön. Eine nette Randnotiz: Aufgrund der hohen Temperaturen entschied ich mich, kurz vor km 30 Salz zu mir zu nehmen. Problem: Ich hatte kein Salz mit. Somit hielt ich kurzerhand bei einer älteren Dame, die augenscheinlich direkt vor ihrem Haus und einem Versorgungspunkt stand. Ich fragte nach Salz und sie holte eine 1kg Packung aus der Küche, um mir daraus einen Teelöffel Salz zum puren Genuß zu geben. Mit ordentlich Wasser nachgespühlt ging es einigermaßen runter… Da ich das Rennen seehr passiv angegangen war, konnte ich ab km 36 noch einige Körner nachlegen und das Rennen zum Schluss teils unter 5min/km zu Ende laufen.

Glücklich im Ziel traf ich meine Frau, die wieder ein Spitzenrennen gelaufen war: Sie zerstörte ihre alte Bestzeit und setzte die Marke auf 1:42:58, W A H N S I N N  !! Sie ist mir nun nah auf den Fersen. Somit steht für mich mein nächstes Ziel fest: In Löningen werde ich auf HM antreten und versuchen, unter 1:40 zu laufen. Meine Zeit betrug im Übrigen 4:13, was mit der Hitze und meinem Trainingsstand in Ordnung war.

 

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