Hoka One One Challenger ATR 3 – ein (ernüchterndes) Fazit

Nach ungefähr 300 km mit dem Hoka One One Challenger ATR 3 möchte ich kurz mein persönliches Fazit zu dem Schuh schreiben.

Nach insgesamt 4 New Balance 1080 (V4, V5, zweimal V6), welche mich bis dahin auf jedem Marathon und einem Ultra begleitet hatten, war ich auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger für meinen Lieblings-Langstreckenflitzer. Bei diversen Gesprächen auf Laufveranstaltungen kam von Langstreckenläuferinnen und -läufern immer wieder die Empfehlung: Versuche mal einen Hoka One One. Da ich für das Jahr 2018 mindestens einen Ultra plane dachte ich mir: OK, schau Dir mal die Modelle an.

Rein optisch hätte ich diese Marke nicht gewählt, sehr klobige Sohle (erinnert an die Buffalo-Schuhe in den 90ern) und auch von den Farben nicht so meins. Egal, anprobieren wollte ich sie mal und nach dem ich einen Dealer in der Nähe (Osnabrück) gefunden hatte, machte ich mich auf den Weg und schaute mir die Treter mal genauer an. Nach guter Beratung und einer Testrunde wurde es dann der Hoka One One Challenger ATR 3.

Jedoch zeigte sich bei allen Läufen, dass mich das Laufen in dem Modell anstrengt. Am Anfang will man so etwas nicht wahrnehmen und ich machte auch die Umgewöhnung auf die sehr niedrige Sprengung des Hokas (4mm) dafür verantwortlich. Es kamen einige Trainingskilometer zusammen und es gestaltete sich schwierig. So richtig für mich abgeschlossen mit dem Hoka hatte ich dann allerdings nach dem Münster-Marathon, den ich in den ATR 3 lief. Ich war noch nie so beinmüde. Und bei jedem Abdruck über den Vorfuß hatte ich das Gefühl meine ganze Energie im Schuh zurückzulassen. Zusätzlich tat der Schuh wohl meiner Achillessehne nicht gut.

Experiment angegangen und für mich gelernt: Bei vielen Läufern auf langer Distanz mag der Hoka funktionieren, bei mir definitiv nicht.

Und so bin ich den Steinfurt Ultra am 12.11. in meinen „alten“ New Balance 1080 gelaufen (56km) ohne Probleme jeglicher Art. So muss es sein.

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