OTB-Silvesterlauf in Osnabrück – ein gelungener Jahresabschluss

Knapp 4 Wochen nach meiner Leisten-OP stand der Jahresabschluss in Osnabrück mit meiner Frau auf der 10km Distanz an. Beim Silvesterlauf des OTB Osnabrück wollten Jessi und ich noch einen gemeinsamen Lauf genießen. Die 2-3 Läufe vor diesem Wettkampf hatten mir gezeigt: ich war schmerzfrei und wieder voll einsatzbereit. Die Startplätze und passende New Balance-T-Shirts hatten wir übrigens bei einer Facebook-Verlosung gewonnen. Vielen Dank an dieser Stelle an den Active Sportshop in Osnabrück. Hier bekommt ihr im übrigen eine super gute und nette Beratung!

Die Testläufe vorher hatten gezeigt: die 10km in 45 Minuten war durchaus ein realistisches Ziel. Meine Frau wollte mir auf den Fersen bleiben. Und so ging es mit rund 1800 anderen Laufjunkies auf die nassen Strecke, allerdings ohne Regen von oben. Ich kannte die Strecke nicht und diese bot einige Überraschungen: Steigungen, matschige Waldabschnitte und wurzelige Pfade. Obendrein war die Streckenführung teils recht schmal. Versteht mich nicht falsch: eine sehr schöne, abwechslungsreiche Strecke aber definitiv nicht für Bestzeiten gemacht.

Auf den ersten 2km war ich auf Kurs für ~43 Minuten, merkte dann aber die fehlenden km der letzten Wochen und musste dann kürzer treten. Alles in allem hatte ich schon leichtere Läufe und musste bei km 6-7 schon beißen.

Richtung Ziel wurde es dann wieder besser. Schön war der letzte km. Wer mich kennt weiß: Ich liebe den Zielsprint. Ein paar Körner bewahre ich mir zum Ende hin gerne auf, um dann im Schlussspurt noch richtig zu ballern. Und so zog ich den letzten km an. Die letzten 300m wurde dann noch zugelegt. Doch hinter mir hörte ich jemanden, während ich einige Läufer/innen einkassierte. Und so hatte ich einen klasse Endsprint mit einem mir unbekannten Läufer. Wir ballerten um die Wette (ich lief zum Schluss ~ 3min/km Schnitt) und wurde dann doch noch von ihm kassiert: Chapeau!

Abschließend kam meine Frau nur etwa ~40 Sekunden nach mir im Ziel an (44:46 zu 45:24). Die Entwicklung von ihr ist der Hammer. Es wird langsam eng für mich. Super Jessi und weiter so.

So war dann am Ende noch eine tolle Überraschung auf der Ergebnisliste: Jessi wurde bei 1800 Startern in ihrer Altersklasse Dritte! Wahnsinn! Herzlichen Glückwunsch! Bei dem gelungenen Abschluss konnten wir auf ein gelungenes Jahr 2017 anstoßen!

Leistenbruch-OP

Am 05.12. durfte ich nach ziemlich genau 2 Jahren wieder nach Lingen ins Krankenhaus um einen linksseitigen Leistenbruch (vor 2 Jahren beidseitig) operieren zu lassen. Jetzt liege ich flach, habe es aber überstanden. Mindestens 14 Tage keinerlei Belastung bedeutet natürlich auch: kein Laufen 😭. Und was ist nun angekommen? Neue Laufschuhe.

Es sind aktuelle Adidas Energy Boost geworden. Wieder ein Versuch, ob ich hier würdige Nachfolger für die Langstrecke finde.

Und was habe ich bei einer Verlosung gewonnen? 2 Freistarts für den OTB Sylvesterlauf in Osnabrück am 31.12. für mich und meine Frau inkl. passenden Laufshirts.

Also ist natürlich klar: schnell fit werden und die Adidas ausführen sowie zusammen mit meiner Frau den passenden Jahresabschluss mit dem Sylvesterlauf feiern.

Spontane Teilnahme am Crosslauf Lingen

Am Sonntag, den 26.11. hatten sich meine Frau und ich spontan in Lingen zum Crosslauf angemeldet. Aufgrund der letzten Tage war natürlich von schlechten Streckenverhältnissen auszugehen. Zusätzlich hatten meine Frau und ich  am Freitag davor ausgelassen gefeiert und durchaus zu viel Alkohol getrunken.

Somit waren nicht die besten Bedingungen gegeben aber wir hatten uns entschieden: Wir starten. (Eigentlich hatte mein Frau mich überredet mit zu kommen). Es lagen bei kleinem Teilnehmerfeld (15 Damen und 31 Männer, 46 Starter) 9,3 km bei 3 Runden quer durch den Kiesberg in Lingen an. Wir hatten es tatsächlich mit einer anspruchsvollen und durchnässten Strecke mit Steigungen zu tun. Hier konnten sich meine neuen Pearl Izumi Trailschuhe richtig austoben und sie machten einen tollen Job. Was man von meiner Kondition nicht gerade sagen konnte. Am Start gab ich Gas, merkte aber zur Mitte der ersten (!) Runde, dass die Kondition an heutigen Tag nicht für ein richtiges Ballerrennen ausreicht. Somit wurde ein wenig kürzer getreten und das Rennen besser eingeteilt. Ich schloss mich einer 4-5 köpfigen Gruppe an und konnte mich kurz vor Ziel von dieser noch absetzen. Somit stand für mich im Ziel eine 43:23 auf der Uhr und für Jessi eine sehr gute 45:19. Das bedeutete für mich ein 4. Platz in meiner Altersklasse und Jessi wurde sogar Erste in ihrer AK. Herzlichen Glückwunsch!

Steinhart 666 – es war mir eine Ehre!

Am Sonntag, den 12.11.18 lag das Jahresfinale mit dem Steinhart 666-Ultralauf (56km, 666 HM, 4 Runden) in Steinfurt an. So bedeutete dies: Sonntag morgens um 06:45 Uhr aus den Federn. Und das hatte ich bislang noch nicht erlebt: Ich hatte keine Lust! Schlechtes, kaltes Wetter und allgemeine Unlust gesellten sich zusammen aber irgendwie konnte ich mich doch aufraffen und in die Laufklamotten schlüpfen.

Also gut gefrühstückt ins Auto, den Weg kannte ich noch von meinem Ultra-Debüt in 2017. Da ich bereits gemeldet war bekam ich auch zügig meine Startunterlagen und hatte noch Zeit für ein großes Stück Schokokuchen.Auf dem Weg zum Start traf man noch einige Bekannte von den Lauffreunden Emsland. Also noch schnell ein gemeinsames Foto  (siehe Galerie unten) geschossen und allen viel Spaß gewünscht.

Und so ging es auf die Strecke bei 4 Grad und leichtem Regen. Mit Manfred von den Lauffreunden EL nahm ich dann auch fast die gesamte Strecke in Angriff und die Laune und Lust stieg von km zu km. Ein Grund dafür waren mit Sicherheit die gute Unterhaltung mit Manfred und die unterschiedlichen Begegnungen mit anderen Läufern. 3 Beispiele hierfür: Ein Läufer lief die gesamte Strecke in Luna-Sandalen, ein weiterer Läufer lief 56km komplett rückwärts (und war nur ein paar Minuten langsamer als ich vorwärts!) und ein weiterer positiv Verrückter erzählte, er habe als längste Distanz als Mit-Sechziger einen Triple-Ironman (11,6km schwimmen, 540km Rad fahren und 126,6km laufen) gefinished. In 54 Stunden. Am Stück. U N F A S S B A R !! Solche Leute lernt man nur bei solchen Veranstaltungen kennen, toll!

Die Kilometer gingen gut vom Fuß, das Wetter war nicht so schlimm, wie befürchtet und so war die Entscheidung bei km 42 auch recht leicht: Wir gehen in die letzte der 4 Runden und biegen nicht vorher in den Finisherbereich ab. Die Besonderheit beim Steinhart-Lauf ist nämlich das Flex-Ticket. Bedeutet: Wenn man 56km (4 Runden) gemeldet hat, kann man nach jeder Runde entscheiden, ob man weitermacht oder mit 14, 28 oder 42 km ins Ziel geht und für die Distanz dann gewertet wird. Für Läufer, die sich an die Strecke rantasten wollen eine super Idee!

Der Lauf über die doch sehr matschige und anspruchsvolle Strecke ist aber auch aufgrund der tollen Helferinnen und Helfer am Streckenrand und den Verpflegungspunkten klasse. Selbst nach über 5 Stunden wird man noch angefeuert! Das ist bei vielen Veranstaltungen nicht selbstverständlich und daher an dieser Stelle an alle Helfer: Ganz herzlichen Dank!

Bei km 43 hatte ich dann den ersten kleinen Krampf und Manfred musste mir mit ein wenig Salz aushelfen. Bis km 48 hatte sich der Muskel wieder beruhigt, dann brauchte ich allerdings ein paar Meter Gehpause und ließ Manfred dann auch ziehen. Nach gut 300m in Marschgeschwindigkeit konnte ich allerdings das Laufen wieder aufnehmen und war dann bis km 56 auch so gut wie beschwerdefrei.

Ungefähr 600 Meter vor dem Ziel hörte ich dann hinter mir aus dem Nichts einen anderen Läufer kommen, der um einiges schneller unterwegs war als ich und wohl die grandiose Idee hatte, mich noch zu überholen. Aber nicht mit mir: ich hatte noch Reserven und lief dann auch den halben km unter 4:30iger Schnitt. Von hinten wurde mir dann auch zugerufen: „Ah, hast auch noch Körner in Reserve. Sehr schön!“ Und so konnte ich die Position noch ins Ziel verteidigen. Die Uhr stoppte dann für mich bei 5:55:19 mit dem Gesamtplatz 37 und als Dritter in meiner Altersklasse. Natürlich gab es auch wieder den obligatorischen Klinkerstein anstatt einer Medaille.

Abschließend möchte ich zum Finish meines zweiten Ultras und insgesamt meiner achten Marathondistanz dem Steinfurt 666-Lauf und allen Organisatoren zurufen: Es war mir eine Ehre!

Zu Hause angekommen gab es dann zur Belohnung ein schönes Weizen und einen großen Dönerteller. Lecker!

 

Hoka One One Challenger ATR 3 – ein (ernüchterndes) Fazit

Nach ungefähr 300 km mit dem Hoka One One Challenger ATR 3 möchte ich kurz mein persönliches Fazit zu dem Schuh schreiben.

Nach insgesamt 4 New Balance 1080 (V4, V5, zweimal V6), welche mich bis dahin auf jedem Marathon und einem Ultra begleitet hatten, war ich auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger für meinen Lieblings-Langstreckenflitzer. Bei diversen Gesprächen auf Laufveranstaltungen kam von Langstreckenläuferinnen und -läufern immer wieder die Empfehlung: Versuche mal einen Hoka One One. Da ich für das Jahr 2018 mindestens einen Ultra plane dachte ich mir: OK, schau Dir mal die Modelle an.

Rein optisch hätte ich diese Marke nicht gewählt, sehr klobige Sohle (erinnert an die Buffalo-Schuhe in den 90ern) und auch von den Farben nicht so meins. Egal, anprobieren wollte ich sie mal und nach dem ich einen Dealer in der Nähe (Osnabrück) gefunden hatte, machte ich mich auf den Weg und schaute mir die Treter mal genauer an. Nach guter Beratung und einer Testrunde wurde es dann der Hoka One One Challenger ATR 3.

Jedoch zeigte sich bei allen Läufen, dass mich das Laufen in dem Modell anstrengt. Am Anfang will man so etwas nicht wahrnehmen und ich machte auch die Umgewöhnung auf die sehr niedrige Sprengung des Hokas (4mm) dafür verantwortlich. Es kamen einige Trainingskilometer zusammen und es gestaltete sich schwierig. So richtig für mich abgeschlossen mit dem Hoka hatte ich dann allerdings nach dem Münster-Marathon, den ich in den ATR 3 lief. Ich war noch nie so beinmüde. Und bei jedem Abdruck über den Vorfuß hatte ich das Gefühl meine ganze Energie im Schuh zurückzulassen. Zusätzlich tat der Schuh wohl meiner Achillessehne nicht gut.

Experiment angegangen und für mich gelernt: Bei vielen Läufern auf langer Distanz mag der Hoka funktionieren, bei mir definitiv nicht.

Und so bin ich den Steinfurt Ultra am 12.11. in meinen „alten“ New Balance 1080 gelaufen (56km) ohne Probleme jeglicher Art. So muss es sein.

Teutolauf 2017 – nimm nicht alles bierernst

Am 21.10.17 stand der Teutolauf in Lengerich, Westfalen an. Da dieser genau 3 Wochen vor dem Steinhart-Ultralauf stattfand, war dies der optimale Trainingslauf, da bei viel weniger Kilometern (29 zu 56km) ungefähr die gleichen Höhenmeter zu absolvieren waren.

Somit morgens mit einem vernünftigen Frühstück gestärkt und am frühen Mittag aufgebrochen in das zweite Lengerich. Ich musste ja noch meine Startunterlagen abholen und alles auf „den letzten Drücker“ erledigen ist nicht so mein Ding. Auch wenn die Schlange bei der Startunterlagen-Ausgabe erst ein wenig lang erschien, ging das Prozedere dann doch zügig voran.

Noch einmal kurz zum Auto zurück, was ich etwa 500m entfernt parken konnte und alles überflüssige Zeug ab in den Kofferraum. Nun konnte es losgehen. Noch 15 Minuten bis zum Start um 13:50 Uhr. Eine Premiere feierte meine Trailweste, von der ich, das kann ich hier schon einmal verraten, 100% überzeugt bin. Ab jetzt wird oft mein Laufgürtel zu Hause bleiben und die Weste wird zum Einsatz kommen.

Der Startschuss fiel und es ging pünktlich bei nassem Untergrund aber trockenem Himmel auf die Strecke. Nach den ersten Metern fiel mir ein Läufer auf, den ich vom Hasetal-Marathon in Löningen (darüber hatte ich an dieser Stelle berichtet) wieder erkannte. Hohen Wiedererkennungswert hatte das auffällige Metall-Laufshirt und die langen Haare. Also direkt mal angesprochen und im Gespräch geblieben. Marc-Hendrik und ich einigten uns dann direkt, die 29 km zusammen zu bestreiten. Und so hatten wir viel Zeit, uns über Hobbies, Arbeit und sonstige Interessen auszutauschen. Hier zeigten sich gerade im Bereich Musikgeschmack und Arbeit einige Gemeinsamkeiten. Besonders interessant fand ich die Engagement von Marc-Hendrik für die Vereinigung „Eastfrisian Metal Association„, welches die ostfriesische Metal-Szene unterstützen und vorantreiben möchte. Hieraus ist dann auch die Eastfrisian Metal Association Running Group entstanden, die durch ihre (positiv) auffallenden Running-Shirts gut erkennbar sind.

Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und führt bergauf und bergab durch den Teutoburger Wald. Der Weg selber war natürlich durch den Regen der letzten Tage sehr aufgeweicht und so waren natürlich einige Abschnitte sehr matschig. Mir selber macht so was noch mehr Spaß als über trockene Passagen zu laufen.

Die Führung der Strecke ist super ausgeschildert, hervorstehende Wurzeln wurden jeweils mit weißer Farbe markiert. Eine ganz tolle Streckenvorbereitung von den Veranstaltern. Hierfür und auch für die tollen Verpflegungspunkte 5 Sterne von 5.

Einen Verpflegungspunkt der besonderen Art gab es dann bei ~ km 22, an dem es nicht nur die vorher schon vorhandenen Erfrischungen und Stärkungen gab, sondern an dem man „echten Stoff“ bekam, also schönes, kaltes Krombacher in der Bügel-Flasche. Dazu wurden Dominosteine, Plätzchen und Müslirigel gereicht. Herrlich! Das konnten Marc-Hendrik und ich natürlich nicht ausschlagen und so genehmigten wir uns einige Minuten für unsere Bierpause. Immer wieder hörte man (zu 100% Männer) Läufer Richtung Verpflegungsstelle laufen mit den Ausrufen „BIER, BIER“ oder „Gibt’s hier endlich das richtige Bier?“. Der Verpflegungspunkt war also für einige Läufer bereits bekannt und beliebt. Auf den nächsten Kilometern merkte man allerdings, dass alkoholische Getränke mit Kohlensäure während eines Laufes nicht die beste Sportlernahrung sind. Aber man muss ja nicht jeden Lauf „bierernst“ nehmen 🙂

Zum Ende hin wurden noch einmal die Reserven angezapft und Läufer für Läufer parat gelegt („den/die schnappen wir uns noch vor dem Ziel“). Am Ende standen dann 3:12:56 für die ~ 29 km auf der offiziellen Uhr.

Im Ziel dann angekommen, bekamen alle gemeldeten Läufer/innen als Geschenk keine Medaille (diese musste man inkl. Gravur kaufen), sondern ein Weizenglas mit entsprechendem Print.

Für mich als leidenschaftlicher Weizentrinker ein tolles Präsent. Pünktlich nach Zieleinlauf regnete es einige Minuten später kräftig. Also richtig Glück gehabt während des Laufes, bei dem es durchgängig trocken blieb.

Abschließend kann ich nur sagen: Wenn es sich irgendwie einrichten lässt, bin ich nächstes Jahr wieder am Start. Es war ein tolles Event mit schöner, anspruchsvoller Strecke, tollen Teilnehmern und einer super Organisation. Daumen hoch und nochmals Danke an die Veranstalter!

 

 

 

Grippaler Infekt – Zeit für die Planung 2018

Noch 2 Wochen bis zum Teutolauf und es läuft gerade nicht rund. Für meine Frau ist der Lauf leider bereits gestrichen, da sie sich mit einer Nervenentzündung im Rücken rumschlägt und ich liege flach mit grippalem Infekt. Das gibt mir aber die Möglichkeit, meine Termine für 2018 zu planen.

Nächstes Jahr soll ein besonderes Laufjahr werden. Ich möchte mich an meinen ersten 100km-Lauf trauen als Geschenk zu meinem 40sten Geburtstag. Ich bin gespannt.

Somit hier meine Übersicht der geplanten Läufe:

Datum Veranstaltung
Januar
Februar
März 10.03.18 6h-Lauf Münster (in Rheine)
April 08.04.18 Hannover Marathon
Mai  26.05.18 GutsMuths-Rennsteiglauf (Supermarathon 73,5km)
Juni 23.06.18 Hasetal Marathon Löningen
Juli
August
September 09.09.18 Münster Marathon
Oktober
November
Dezember

Zu meinen Terminen (Google Spreadsheet)

Münster Marathon, die verflixte Nr. 7

Am 10.09.17 lag Marathon Nr. 7 an: Der Münster-Marathon. So wurde dann schon am Abend zuvor das Equipment bereitgelegt, da ich am frühen morgen des Laufes noch anreisen und die Unterlagen holen musste.

Also wurde dann der Wecker für den 10.09. um 05:15 gestellt (genau meine Zeit für einen Sonntag), damit ich pünktlich im Auto starten konnte. Das Zeitmanagement passte schonmal: im Parkhaus meiner Wahl in Münster angekommen und pünktlich die Startunterlagen abgeholt konnte das Rennen starten. Ich hatte sogar noch Zeit ein wenig zu knipsen:

Um 09:00 Uhr wurde das Rennen mit ~2.000 Marathonis gestartet (sieht man mal von leichten Ladehemmungen beim Startschuss ab), ich fühlte mich gut und ging ohne Zeitdruck auf die Strecke. Als grobe Richtung wollte ich mich an dem 4:00-Stundenballon orientieren.

Beim Start traf ich dann noch Manfred, einen Laufbekannten von den Lauffreunden Emsland, mit dem ich dann die ersten km abspulte. Auch Tina, ebenfalls eine Lauffreundin von den Lauffreunden Emsland, gesellte sich zu unserer Runde. Und so waren wir die ersten ~25km in Gesprächen vertieft auf der Strecke unterwegs. Da war dann aber der Punkt, dass ich merkte: Heute wird es schwierig, die Kräfte schwanden, wir waren vielleicht für mich am heutigen Tag zu schnell gestartet (01:58 nach 21,1km). Es wurde immer zäher, so dass ich ab km 28 wirklich beißen musste. Dazu kam dann noch, dass ich meinen Puls nicht mehr herunter bekam. So wurde dies der erste Marathon, bei dem ich bei 2-3 km zum Ende hin ein paar Meter gehen musste.

Irgendwie habe ich dann aber die km abgerissen und war dann ab km 40 wieder besser drauf. Ich konnte die letzten km dann noch genießen und den unglaublich schönen Zieleinlauf in der Altstadt über den roten Teppich voll aufsaugen.

Am Ende stand dann netto eine 04:10:09 auf der Uhr, dies war aber für mich tatsächlich nur pro forma. Viel wichtiger für mich zu diesem Zeitpunkt: Ich hatte Hunger! Und so wurde für den Auto-Rückweg Burger King leer gekauft und danach direkt die Lengerich Kirmes unsicher gemacht mit eindeutig zu vielen Finisher-Bieren. Es gibt bestimmt für die Regeneration bessere Ideen. Aber wenige, die so lecker sind nach einem Marathon!